Sprachschule orientiert sich an der
Rechtschreibreform
Mit dem Jahr 2009 sind die letzten Änderungen der Sprachreform endgültig in Kraft getreten.
Nicht nur für den Deutschunterricht an Schulen hat sich einiges geändert, auch die Sprachschule orientiert sich an der Rechtschreibreform. Auch für sie gilt, dass die Zeit der
Auswahlmöglichkeiten vorbei ist und nur geografisch bedingte Besonderheiten weiterhin erlaubt bleiben. Die
Schweiz beispielsweise kennt verschiedene Schreibweisen für Majonäse, weil die französische Schreibform auch in
der Deutschschweiz weit verbreitet ist. In der Schweiz gänzlich unbekannt ist dagegen das in Deutschland
gebräuchliche ß. Allerdings wurden auch in Deutschland die Regeln für die Verwendung maßgeblich geändert, dies
nachdem in einem ersten Vorschlag dessen Abschaffung vorgeschlagen wurde, was aber auf große Gegenwehr in der
Bevölkerung stieß. So schreibt man Wörter mit kurzem Vokal mit -ss (muss, dass, Fass), während ein lang
gesprochenes Vokal, ein Umlaut oder ein Doppelvokal immer ein ß erfordert: Fuß, groß, mäßig.
Die Neuerungen während der mehr als zehn Jahren dauernden Rechtschreibreform hatten und
haben auch Auswirkungen auf Sprachkurse. Er reichte nicht aus, nur einheimisch verfügbare Literatur in der neuen Auflage
anzupassen. Auch im Ausland gebräuchliche Bücher mussten geändert werden. Auch die Sprachschule Schweiz
orientiert sich an der Rechtschreibreform und bietet ihren Schülern ausschließlich korrekt verfasste Literatur
an. Obwohl die Anschaffungskosten ursprünglich sehr hoch angesetzt wurden, musste dafür nicht das ganze Budget
ausgeschöpft werden. Hier wirkte sich die lange Zeitspanne positiv aus, die bis zur Verbindlichkeit der
Änderungen gewährt wurde. In einer Frist von fünf Jahren werden Schulbücher ohnehin ersetzt, sodass die
Anschaffungen den üblichen Rahmen gar nicht sprengten. Auch bei der Interpunktion kommen nur noch sieben Regeln
zum Zug, die darüber entscheiden ob ein Komma gesetzt wird oder nicht. Alle diese Änderungen gelten natürlich
auch für selbst verfasste Artikel. Aus diesem Grund mussten allenfalls handschriftlich gemachte Eintragungen in
Büchern und Heften ersetzt werden. Die Sprachschule hat im letzten Jahr eigens einen Kurs angeboten, damit auch
Literatur die länger im Einsatz bleibt, auch nach der Rechtschreibreform noch Gültigkeit haben. Neben der für
schulische Zwecke verwendeten Unterlagen, mussten auch Broschüren und Werbematerialien der Rechtschreibreform
angepasst werden. Unklarheiten gab es hier und da bei Zitaten von bekannten Persönlichkeiten, die in Prospekten,
aber auch in Sprachkurse integriert wurden. Einige Dozenten vertraten die Meinung, auch bekannte Zitate und
Gedichte gehörten der Rechtschreibreform angepasst, während Berufskollegen darin eine Verfälschung der
ursprünglichen Literatur sahen. Die Rechtschreibreform sieht für diesen Fall aber eindeutig vor, dass Werke mit
einem bedeutenden literarischen Wert von der neuen Schreibweise unangetastet bleiben. Nun stellt sich natürlich
nur noch die Frage, wo die Grenze von unbedeutender zu bedeutender Literatur gezogen werden soll. Vielleicht
wäre das ein ganz interessantes Thema, über das man auch in einem Sprachkurs der Sprachschule Schweiz
diskutieren könnte.
Die Rechtschreibreform tangiert nicht die alte Literatur, sehr wohl aber aktuelle Bücher
der Sprachkurse. Die Sprachschule legt allerdings großen Wert darauf, dass die korrekte Schreibweise auch in einer
international tätigen Sprachschule angewendet werden muss. Aus diesem Grund orientiert sie sich gänzlich an der
Rechtschreibreform und hat seine Literatur entsprechend angepasst.
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